Es ist ein Ort, an dem Tradition auf Zukunft trifft – und an dem man schmecken kann, was konsequente Arbeit über Jahrzehnte bewirken kann. Am Zogglhof in St. Paul wurden am Samstag die 32. Mostbarkeiten feierlich eröffnet. Zwei Tage lang stand das Lavanttal ganz im Zeichen regionaler Qualität, bäuerlicher Innovation und internationaler Vernetzung. Für Landeshauptmann Daniel Fellner ist klar, welche Bedeutung diese Veranstaltung hat:
„Die Mostbarkeiten sind das Herz unserer Regionalität und ein Schaufenster für das Beste, was unsere Heimat zu bieten hat.“
Gemeinsam mit LHStv. Martin Gruber eröffnete er die Messe und stellte dabei vor allem eines in den Mittelpunkt: die Menschen hinter den Produkten.
Nachhaltige Entwicklung
Zwischen Verkostungen, Fachausstellungen und Begegnungen wird deutlich, wie stark das Zusammenspiel aus Wissen, Handwerk und Leidenschaft eine gesamte Region prägen kann.
„Hier wird sichtbar, welche Auswirkungen ein konsequenter Weg, echte Heimatverbundenheit und das Know-how rund um Obstbau und Veredelung für ein ganzes Tal haben können“,
so Fellner. Die Mostbarkeiten sind längst mehr als eine Messe. Sie sind ein Symbol für nachhaltige Entwicklung im ländlichen Raum – und für eine Wertschöpfung, die bei den Menschen bleibt. Für Fellner ist das kein Zufall:
„Diese regionale Initiative zeigt, wie durch echte Leidenschaft etwas Großartiges entstehen kann – und wie bäuerliche Betriebe mit ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag für unser ganzes Land leisten.“
Kompetenzzentrum
Dass das Lavanttal heute als internationale Drehscheibe für Obstveredelung gilt, ist eng mit dem Engagement von Obmann Hans Köstinger und seinem Team verbunden. Fellner würdigte diese Leistung ausdrücklich:
„Das Geheimnis dieses Erfolges ist die unermüdliche Ausdauer vieler engagierter Menschen. Ohne diesen Pioniergeist wären die Mostbarkeiten heute nicht dieser Leuchtturm in unserer kulinarischen Landschaft.“
Tatsächlich hat sich der Zogglhof seit den 1990er-Jahren zu einem Kompetenzzentrum entwickelt, das weit über Kärnten hinausstrahlt. Produkte aus ganz Europa – und sogar darüber hinaus – werden hier bewertet, analysiert und weiterentwickelt. Was einst als regionale Initiative begann, ist heute ein international anerkanntes Qualitätsnetzwerk.
Regionalität
Gleichzeitig bleibt die Veranstaltung fest in der Region verankert. Die Mostbarkeiten stehen für kurze Wege, für nachhaltige Produktion und für den Erhalt der Kulturlandschaft – insbesondere der charakteristischen Streuobstwiesen im Lavanttal.
„Dass wir heute auf diese Erfolgsgeschichte blicken können, ist das Ergebnis harter Arbeit über Jahrzehnte hinweg. Es zeigt, was möglich ist, wenn man ein klares Ziel verfolgt und gemeinsam anpackt“,
betonte Fellner. So sind die Mostbarkeiten auch 2026 mehr als ein kulinarisches Ereignis. Sie sind ein Ausdruck dessen, was das Lavanttal ausmacht: Zusammenhalt, Qualität – und der Wille, aus regionalen Stärken eine starke Zukunft zu formen.